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Vortrag und Diskussion zum Thema "Revolution in Rojava – der kurdische Norden Syriens zwischen Krieg und Rätedemokratie"

Das Referat für politische Bildung des StuRa lädt zu einem Vortrag und einer Diskussion zum Thema "Revolution in Rojava – der kurdische Norden Syriens zwischen Krieg und Rätedemokratie" ein. Kommt einfach am 04. November 2014, 19:00 Uhr in den Humboldt-Hörsaal. Der Eintritt ist natürlich kostenlos! Ercan Ayboga von der Delegation der Kampagne »TATORT Kurdistan«, die die selbstorganisierten Strukturen in Rojava im Mai 2014 besuchte, berichtet von den Verhältnissen und Entwicklungen rund um Rojava.

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Als der Aufstand und kurze Zeit später der mörderische Krieg in Syrien begann, entschieden sich die Kurd_innen für einen Dritten Weg. Im Norden des Staates Syriens bzw. in Westkurdistan (Rojava) bauten sie erst in allen Orten Rätestrukturen und Selbstverteidigungskräfte auf. Als der Krieg sie erreichte, befreiten sie ab 2012 ihre Regionen von den Truppen Assads. Genauso leisten sie Widerstand gegen die bewaffnete islamistische Opposition. Seitdem wird die Gesellschaft in radikal-demokratischer Weise neu strukturiert. Heute hat fast jeder Strassenzug und jedes Dorf seine Kommune, die das politische, soziale und kulturelle Leben in kollektiver Art organisiert. Die Frauen sind bei der darauf aufbauenden Rätestruktur ganz vorne mit dabei. Anfang 2014 haben sie gemeinsam mit den zahlreichen ethnischen und Religionsgruppen in den drei Regionen von Rojava Cizîre, Kobanî und Efrin die »Demokratische Autonomie« ausgerufen. Jedoch ignorieren alle Staaten bewusst die demokratischste Region Syriens. Wie funktioniert das politische, soziale und wirtschaftliche Leben heute in Rojava? Welche Herausforderungen gibt es beim Aufbauprozess; auch angesichts der Angriffe von IS und anderer Kräfte und des Embargos durch die Türkei, den IS und die kurdische Regionalregierung im Nordirak? Welche politische Perspektive steckt hinter der Selbsverwaltung fern von Nationalstaat und Patriarchat? Welche positiven Folgen kann Rojava auf Syrien und den Mittleren Osten haben? Wie gestaltet sich der Kampf gegen den IS, vor allem nach den neuesten Eroberungen in Kobanî?

 

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