| Wir haben uns gesehen ... |
| Freitag, 10. November 2006 | |
... und es war großartig. Rund 6000 Studierende, Mitarbeiter und auch Professoren des Freistaats Thüringen haben in Erfurt gegen den Entwurf des neuen Thüringer Hochschulgesetzes demonstriert.Parallel zur Anhörung des Gesetzes im Wissenschaftsausschuss äußerten die Studierenden aus Erfurt, Ilmenau, Jena, Weimar, Schmalkalden und Nordhausen mit ihrem lautstarken Marsch durch die Innenstadt in Richtung Landtag ihren Unmut über die geplanten Regelungen. „Wir Studenten haben heute ein sehr deutliches Zeichen dafür gesetzt, dass wir den Gesetzesentwurf in seiner jetzigen Form nicht hinnehmen werden“, so Felix Ihle, Sprecher der KTS. Die Demonstranten wie auch die Redner der Oppositionsparteien sowie des ABS und der Gewerkschaften sprachen sich gegen eine Entdemokratisierung der Hochschulen, eine größere Abhängigkeit vom Kultusministerium und neue Gebührenordnungen aus. Neben der hohen Teilnehmerzahl, die als Erfolg zu werten ist, zeigte sich während der Veranstaltung bereits eine erste positive Reaktion von Seiten des Landtags: 20 Studierende wurden im Anschluss an die Demonstration zu einer Gesprächsrunde im Anschluss an den gerade tagenden Wissenschaftsausschuss eingeladen. Am 30. November, bereits nach dem ursprünglich geplanten Termin für die zweite Lesung und damit auch Verabschiedung des Gesetzes, ist nun zunächst eine weitere Sitzung des Wissenschaftsausschusses geplant. Die Verabschiedung des Gesetzes ist für den 14. Dezember vorgesehen. Die thüringenweite Sammelaktion von Socken, die als Zeichen für den studentischen Protest stehen, fand im Zuge der Demonstration ebenfalls ihren Höhepunkt. Die rund 2500 gesammelten „Spar-Strümpfe“ der Unterstützer wurden vor dem Landtag auf über 300 Meter Wäscheleine präsentiert. |
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